Weinbau in Horitschon

Horitschon liegt an den Abhängen der nördlichen Ausläufer des Ödenburger Gebirges am Rande des pannonischen Flachlandes. Mit sehr warmen Sommern und mäßigen Niederschlägen herrschen ideale Bedingungen für den Weinbau. Horitschon hat eine uralte Weinbautradition. Wahrscheinlich schon in der La-Tène-Zeit, sicher aber in der Römerzeit, wurde hier Weinbau betrieben.
In mittelalterlichen Urkunden taucht Horitschon erstmals 1186 als Hurusun auf. Zu dieser Zeit erlebte der Ort einen großen Aufschwung und die Weingärten dehnten sich aus. Die Weine wurden nach Österreich, Böhmen und in die benachbarten Länder Mähren, Schlesien und Polen exportiert.
Von der Großzügigkeit der Ortschaft zeugen Reste des „Angers“, der Stadtmauer, die ein riesiges Dreieck von fast 300 Metern Seitenlänge umspannte.
 
Im 19. Jahrhundert hatte Horitschon mehr und mehr mit Absatzschwierigkeiten zu kämpfen und geriet – wie das gesamte heutige Blaufränkischland – fast völlig in Vergessenheit.
 
Erst nach dem 2. Weltkrieg wurden die Weingärten wieder modernisiert, die neue Rebsorte Blaufränkisch angepflanzt. Horitschon kam durch die neu entstandene hohe Qualität der Weine wieder ins Gespräch und die Weingartenfläche stieg von 80 auf rund 320 Hektar, wovon rund 75 % mit Blaufränkisch bestockt sindPanorama.
Heute zählt Horitschon zu den erfolgreichsten Rotweinbaugemeinden Österreichs.